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    Archiv für August 2009

    Die Innenarchitektur eines Einzelhandelsgeschäftes sollte so angelegt sein, dass der Kunde beim Betreten des Geschäftes dazu eingeladen wird, auch in die hinteren Bereiche zu gehen. Das kann erreicht werden, indem man Eyecatcher, wie beleuchtete Displays dort platziert, darunter Verkaufshilfen, wie Regale oder Ständer, auf denen besonders beliebte Artikel ansprechend angeordnet werden. Der Kassen Bereich sollte hell und freundlich gestaltet sein. Es steigert den Umsatz in der Kasse erfahrungsgemäß nicht, wenn beispielsweise vor dem Textil Laden nur ein Ständer mit Billigangeboten steht, die dazu noch nicht mal besonders attraktiv sind. Da wird der Kunde nur kurz durchschauen, dann denken, das ist nicht das, was ich suche. Der Kunde soll im Geschäft die Ware zu regulären Preisen sehen, probieren und kaufen. Dazu ist ein Blickfang eine Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf den Innenraum zu lenken. Viele Läden sind auf den ersten Blick so dunkel, dass man sich fragt, ob er überhaupt geöffnet ist. Schummeriges Licht, oft wenig freundlich zum Teint der Kunden, macht das Kaufen von Textilien nicht einfach. Besser ist es, Licht zu verwenden, in dem sich die Kunden schön und attraktiv finden. Bestimmte Tönungen der Lichtquellen machen das möglich. Genauere Informationen dazu bekommt man beim Elektrofachhandel. Eine weiche Beleuchtung mit hohem Infrarot Anteil erhöhen das Wohlgefühl des Kunden ebenso, wie unaufdringliche Hintergrundmusik. Diese Verkaufshilfen sprechen direkt das Unterbewusstsein an und sind relativ kostengünstig zu erreichen. Auch die Verlegung von weichem Teppich hält die Kunden länger im Laden. Studien haben gezeigt, dass glatte, harte Böden zum schnellen Durchgehen bewegen, während ein Teppich zum Verweilen verführt. Fängt man an, die einfachen Prinzipien der Verkaufspsychologie bei der Gestaltung seines Geschäftes zu beachten, wie zum Beispiel Rechtsführung, bei der die natürliche Rechtsorientierung im Blickfeld der meisten Menschen dazu genutzt wird, um ihn an den Waren vorbei zu führen, die er als erstes sehen soll, kann man mit einfacher Umgestaltung seines Geschäftes eine Steigerung des Umsatzes erwirken. So ist es zum Beispiel sinnvoll, auf der rechten Seite ein paar Schritte hinter dem Eingang direkt die Bestseller des Geschäftes aufzubauen. Die steht dann auf der linken Seite, als letzte Station vor dem Ausgang. Schöne Eyecatcher, wie Lichteffekte, beleuchtete Warendisplays oder auch besonders beliebte Waren führen den Kunden von rechts in einem Bogen an allen Regalen vorbei wieder an die . So hat der Kunde die Gelegenheit, alles in Augenschein zu nehmen und greift vielleicht doch einmal öfter zu. Ein weiterer wichtiger Punkt, um Kunden in das Geschäft zu locken, ist die ansprechende Gestaltung des Schaufensters. Dabei sollte das Schaufenster nicht überladen werden mit zu vielen Details. Besser ist es, sich ein Thema zu stellen und dies Thema mit wenigen, besonders ansprechenden Waren zu betonen. Gute Erkennbarkeit und ausgefallene Ideen steigern dabei die Neugier des Kunden, der dadurch dazu bewegt wird, näher zu treten und das Geschäft zu betreten. Die gezielte Investition in Werbemittel und Dekorationen, die die Kunden auf der Ebene des Unterbewusstseins ansprechen, machen sich schnell in der Kasse bemerkbar. Kaufen ist in letzter Konsequenz eine Bauchentscheidung. Wenn die Emotionen des Kunden positiv beeinflusst werden können, werden sich die Kassen wieder füllen.

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